
Präambel
Zur Satzung der Carmen und Andreas Florian Staudacher Stiftung
Die Stifter errichten diese Stiftung im Jahr 2025, um aus den Erträgen des Stiftungsvermögens vor allem diejenigen Mitglieder der Stifterfamilie zu fördern, die ihr Leben im Geist von Eigenverantwortung, liberaler Gesinnung, Weltoffenheit und dem Streben nach persönlichem Wachstum sowie künstlerischer und musikalischer Entwicklung führen. Weiterhin sollen die Kinder und Heranwachsenden der Stifterfamilie in ihrer Entwicklung gefördert werden.
Für den Stifter sind Kreativität, Eigenverantwortung, Anstrengungsbereitschaft, Leistungsbereitschaft und der Wille zu einer erfolgreichen Lebensgestaltung zentrale Lebensprinzipen. Die sozialen Errungenschaften des Staates stellen für die Familienmitglieder nur die ultima ratio in Zeiten der Not dar, die nicht anders zu bewältigen sind. Diese sollen möglichst nur subsidiär zu eigener Anstrengung in Anspruch genommen werden.
Diese Prinzipien sollen auch die Stiftung prägen. Die Stiftung soll Kreativität, Eigenverantwortung, Leistung, und persönliche Entwicklung fordern und fördern und dabei sowohl vergangene als auch zukünftige literarische, musikalische und künstlerische, aber auch wissenschaftliche und wirtschaftliche Errungenschaften der Mitglieder der Stifterfamilie fördern, würdigen und in Ehren halten.
Die Familie und die Nachkommen des Stifters sollen ermutigt werden, selbstbewusst selbständig und frei zu denken. Ihr Blick soll auf das Wesentliche gerichtet sein – es gilt Themen auf ihre grundlegenden Prinzipien zurückzuführen und nicht nur durch Analogieschlüsse eingefahrenen Sichtweisen zu folgen. Diese gilt es zu ergründen; die Erkenntnisgewinne sollen einerseits der eigenen Weiterentwicklung dienen und anderseits zum Nutzen der Familie, dritter Personen und der Gesellschaft verwendet werden.
Der Stifter wünscht sich, dass die Mitglieder der Stifter-Familie kreativ sind, bewusst etwas verbessern, etwas schaffen – und gleichzeitig ihr Leben genießen und sich daran erfreuen. Die Stiftung soll hierzu in jeder Hinsicht materiell und ideell unterstützen.
Dem Stifter liegen insbesondere die folgenden Bereiche und Tätigkeiten am Herzen:
- Wirtschaftlicher Erfolg und Unabhängigkeit durch Kompetenz und Wachstum,
- Persönliche Entwicklung und persönliches Wachstum,
- Körperliche und geistige Gesundheit,
- Multikulturelle Kompetenz, Völkerverständigung und das Verständnis anderer Kulturen, aber auch Bewusstsein und Erhaltung der eigenen Kultur,
- Schaffung eines Bewusstseins für Wissenschaft, Literatur, Kunst, und Musik,
- Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und Erleben der Natur,
- Weitergabe von Wissen und Erfahrungen,
- Leben und Wachstum im christlichen Glauben und Teilnahme and den Traditionen von Kirche und Familie,
- Musikalische und Künstlerische Verwirklichung.
Ein besonderes Anliegen ist den Stiftern das musikalische und künstlerische Schaffen der Familienmitglieder und die Einbringung in eine christliche Lebensgemeinschaft. Die Mitglieder der Stifterfamilie sollen ermutigt werden, sich in der Kirchenmusik (z.B. Mitwirkung in Kirchenchören etc.) und weiteren kirchlichen Gremien und Vereinigungen zu engagieren.
Die wirtschaftliche Grundlage zur Förderung dieser Lebensbereiche ist das Vermögen der Stiftung. Dieses Vermögen soll langfristig erhalten und ausgebaut werden.
Sämtliche Mitglieder der Stiftungsorgane sollen bei ihrer Tätigkeit die folgenden Grundsätze beachten:
- Behandele das Stiftungsvermögen so, als wäre es dein eigenes, selbst erarbeitetes Vermögen!
- Konzentriere dich auf Investments, die du selbst steuern und kontrollieren kannst und gib dein Geld nicht aus der Hand, ohne die Kontrolle darüber zu behalten.
Das Vermögen der Stiftung und die Erträge aus den Investments ermöglichen die genannten Themen und Dinge für die Familie besser zu unterstützen und zu erreichen. Die nachhaltige wirtschaftliche Tragfähigkeit der Stiftung hat somit hohe Priorität.
Die Stifter orientieren sich in Ihrem Leben nach den folgenden Werten („10 Gebote“), welche sich auch die Mitglieder der Stiftungsorgane und die Mitglieder der Stifterfamilie zu eigen machen sollen:
- Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit, persönliche Integrität
- Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Verständnis, angenehmer Umgang und Interesse an den Mitmenschen
- Respekt vor Sich, den Menschen und der Schöpfung (Höflichkeit, Freiheit, Freundlichkeit, Grenzen anerkennen usw.)
- Liebe (Selbstliebe, Nächstenliebe), Lebensfreude, Leichtigkeit, Lob und Anerkennung, Humor und Ethik (Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu)
- Konsequenz, Ausdauer, Zielstrebigkeit, Disziplin (ich gebe mir selbst ein Versprechen und halte es auch) und Motivation
- Freiheit und Verantwortung (Selbstverantwortung)
- Glaube an Gott, Leben im Glauben, Vertrauen und Optimismus (in mich, andere, die Schöpfung); Teilhabe und aktive Mitgestaltung an Traditionen von Familie und Kirche
- Toleranz, Offenheit, Kompromissbereitschaft
- Klartext reden – Offene und deutliche Kommunikation (auch sachliche Kritik) ohne emotional zu verletzen
- Innovation, Lernbereitschaft, Bereitschaft zur Veränderung, lebenslanges Lernen, Weiterentwicklung, kontinuierliche Fortentwicklung usw.
Für die Arbeit in der Stiftung und die generelle Lebensgestaltung seien den Mitgliedern folgende Zitate als Inspiration mitgegeben:
- Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
- Ich verhalte mich anderen gegenüber so wie ich behandelt werden möchte, und zwar zuerst.
Wir empfehlen das Verlesen dieser Präambel vor jeder Familienversammlung. Die Präambel hat den Sinn, bei Auslegungsschwierigkeiten der Satzung eine Leitlinie zur Verfügung zu stellen.
Ergolding im März 2025
Carmen und Andreas Florian Staudacher